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Goldrausch am Klondike River

Goldgräbersiedlungen beim Goldrausch in Klondike
Goldgräbersiedlungen beim Goldrausch in Klondike
  • Jahr des Beginns: 1896
  • Höhepunkt: 1897/1898
  • Ort: Dawson City am Bonanza Creek, ElDorado Creek etc. (Alaska und Yukon)
  • Einwanderer: erst aus Kalifornien (um San Fransisco), dann Europa und Asien

Bereits 1872 wurde in Alaska Gold entdeckt. Es waren Joe Juneau und Richard Harris, denen dies in Sitka gelang. 1873 folgten die Goldfunde in Circle und 1886 in Forty Mile. Städte wie Dawson City oder Juneau, die Hauptstadt Alaskas, wurden gegründet.

Am 16. August 1896 fanden George Carmack und seine indianischen Verwandten Tagish Charley und Skookum Jim Gold im Rabbit Creek, der flugs in Bonanza Creek umbenannt wurde, in der Nähe des Zuflusses des Klondike River in den Yukon River. Die Gegend war so abgelegen, dass die Kunde vom großen Goldfund erst am 14. Juli 1897 mit dem Raddampfer Exelsior die Außenwelt erreichte. Sofort begann der Goldrausch. Zuerst reisten vor allem Goldsucher aus San Francisco und der umliegenden Westküste zum Klondike River. Später kamen auch Europäer (z. B. Deutsche, Italiener, Norweger, Briten) und Asiaten (Chinesen und Japaner) dazu.

Goldsucher-Treck am Chilkoot-Pass im Winter 1897-98
Goldsucher-Treck am Chilkoot-Pass im Winter 1897-98

Die meisten Goldsucher fuhren mit Dampfern nach Skagway bzw. Dyea in Alaska. Von dort ging es zu Fuß über den White oder den Chilkoot Pass bis zum Bennett Lake. Auf den Passhöhen befindet sich die Grenze zwischen den USA und Kanada und die Royal Canadian Mounted Police ließ damals nur diejenigen passieren, die eine Tonne an Lebensmitteln und Ausrüstung mit sich führten. Am See wurden Boote und Flöße gebaut, mit denen man nach dem Eisaufbruch in den Yukon River und auf diesem die etwa 740 Kilometer bis zur Boomtown Dawson City fuhr.Viele kehrten auf dem strapaziösen Weg um, einige bezahlten das Wagnis mit ihrem Leben. Etwa 40.000 Abenteurer erreichten die legendären Goldfelder bei der ehemaligen Elchweide. Die wenigsten wurden reich, denn sie kamen viel zu spät, da sich die bereits in der Region befindlichen Goldsucher die besten Claims gesichert hatten.

Künstlerisch verarbeitet wurde der Goldrausch in Werken Jack Londons, in Gedichten von Robert W. Service. Weltruhm erlangte Charlie Chaplins Film Goldrausch, ein ironischer Kommentar zur Geldgier.

Noch heute gibt es viele Goldsucher in Alaska und in der nach dem Fluss benannten, kanadischen Provinz Yukon. Diese gehen ihrer Arbeit jedoch nicht mehr mit Spitzhacke, Schaufel und Goldwaschpfanne nach sondern benutzen modernste Maschinen. Das Erdreich wird mittels großen Planierraupen und Baggern bewegt und in sogenannten Sluicsboxes gewaschen. Diese Art des Goldschürfens ist um einiges effizienter, da auch geringste Mengen an Gold herausgewaschen werden können.